Eier werden im Folgenden in all ihrer naturwissenschaftlichen, literarischen und medialen Vielfalt präsentiert. Weil Eier aber dennoch dann am meisten Spaß machen, wenn sie – in welcher Form auch immer – serviert werden (sorry, liebe Veganer_innen) wird diese Themenliste in Kooperation mit einem von Österreichs beliebtesten Kochbloggern präsentiert.
The Stepford Husband
präsentiert Rezepte, die saisonal, einfach nachzukochen und vielfach vegetarisch sind. Zu finden sind also Zitate aus dem und Verweise auf den Blog. Unser Dank gilt Kevin Ilse, der uns Fotos und Rezepte zur Verfügung gestellt hat.

 

Eier aus dem Frühjahr 2020


Eliza Piotrowska / Asia Gwis: Eier.
Eine runde Sache. Kurioses von Kolibri bis Kolumbus

Alfred Hitchcock war ein Ovophobiker. Eine Begegnung mit Humpty Dumpty hätte in seinem Leben für reichlich Suspense gesorgt. Beim Frühstück fiel seine Wahl mit Sicherheit nicht auf ein Ei im Glas. 
Salvador Dalí hingegen war fasziniert von Eiern in all ihren Daseinszuständen. Als Spiegeleier ließ er sie als wortwörtliche Eieruhren über Tischkanten fließen. Ob er Tortilla de Patata zum Frühstück nahm oder Huevos Rancheros ist nicht  überliefert. 
Mit dem Ei ist in all diesen Zusammenhängen zuallererst das Hühnerei gemeint – auch wenn das pro Huhn 300 Mal jährlich produzierbare Exemplar am Beginn dieses großformatigen Sachbuches in den Kontext ganz unterschiedlicher Vogel-, Reptilien-, Fisch- oder Insekten-Eier gestellt wird. Collagierte Illustrationen, die das Gezeigte immer ein wenig verfremden und humorig aufladen, werden über die Doppelseiten verteilt und sortiert nach den unterschiedlichsten Funktionszusammen-hängen des Eis mit kurzen Infotexten versehen. Dieserart lässt sich der Erkenntnisprozess darüber, wie vielfältig sich das Ei in unser Leben, unsere Kulturgeschichte oder Sprache eingeschlichen hat, kurzweilig ausdehnen, während man sich es sich im Ovalia Egg Chair bequem macht. Das Buch ist also kein hard egg to crack, aber mit Sicherheit valer un huevo.
Aus dem Poln. v. Thomas Weiler. 
Knesebeck 2020.
97 S
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Lena Sjöberg: Hartgekochte Fakten über Eier

Ein Sachbuch, ganz zeitgemäß im Retro-Stil und zu einem einzelnen, schmalen Thema, mit einem autobiographischen Hintergrund: Als die schwedische Illustratorin und Autorin Lena Sjöberg mit ihrer Familie aufs Land, nach Småland, zog, wurden irgendwann Hühner angeschafft. So kam eine Vielzahl an Fragen rund um das Ei auf, die hier nun für Kinder ab dem höheren Kindergartenalter aufbereitet und geklärt werden. Die Bandbreite reicht dabei von Insekteneiern über die menschliche Eizelle bis zu kuriosen kulturellen Phänomenen wie den thailändischen rosa Eiern: Sie werden Kai Yiew Ma genannt, was etwa Ei konserviert in Pferdepipi heißt. Auch das Osterei und seine historischen Wurzeln im Judentum, aber auch bei den Wikingern, wird behandelt. In der grafischen Umsetzung der detailgenau recherchierten Fakten setzt Lena Sjöberg auf Illustrationen in zurückgenommenen Farbschattierungen. Abgerundet wird der Streifzug durch die Welt der Eier mit ganz konkreten Tipps: Bastelideen und natürlich, ganz wichtig, Rezepte. Eine Fundgrube, nicht nur zu Ostern oder am zweiten Freitag im Oktober – da ist nämlich Welt-Ei-Tag.
Aus dem Schwed. v. Gesa Kunter.
Aladin 2020. 
48 S.



Lorenz Pauli / Kathrin Schärer: Ei, Ei, Ei! Die Maus hilft aus

Wie so oft beim Schweizer Bilderbuchduo nimmt die Geschichte in einem tierischen Umfeld ihren Lauf, hier sogar schon auf dem Schmutztitel: Die Maus, eigentlich gerade entspannt bei einem Nickerchen, wird von der Amsel belästigt. Diese ist im Stress, weil sie hungrig ist, aber ihre Eier nicht so lange allein im Nest lassen kann. Die Maus bietet an, sie zu wärmen. Die Meisen schließen sich an, andere Tiere ebenfalls, bis die Maus schließlich auf einem Berg unterschiedlicher Eier sitzt, zwischen denen zappelige Eichhörnchenkinder herumwuseln. Schließlich holen alle Tiere ihre Eier wieder ab, auch der Dachs. Moment, der Dachs?? Kathrin Schärers Talent für die Mimik ihrer tierischen Figuren ist wie immer bestechend; hier zoomt sie ganz nah an sie heran, mit fein schraffiertem Strich sind sogar Details wie einzelne Härchen am Mäusefell oder Amselfedern erkennbar. Ebenso detailverliebt ist die ästhetische Umsetzung des Themas Ei, inklusive praktischer Aspekte: Als Vogel, also ohne Hände, ist es nämlich gar nicht so einfach, sechs Eier zur hilfsbereiten Maus zu transportieren. Und wer ganz genau hinschaut, entdeckt auch, dass das vom Dachs abgeholte Ei sich von den anderen unterscheidet...
atlantis 2020.
32 S.

Anette Thumser / Nikolai Renger: Heinrich will brüten!

Heinrich brütet etwas aus. Der kleine Hahn hat genug davon, wie sein Papa den ganzen Tag wichtigtuerisch auf seinem Zaunpfahl herumzusitzen und hin und wieder zu krähen. Eine bekannte Bauernregel lautet: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie‘s ist. Also wozu das Ganze eigentlich? Das fragt sich Heinrich auch. Das Leben der Hennen sagt ihm da um einiges mehr zu. Wieso sollte er nicht so sein dürfen wie sie?
Die haben doch alle von Selbstverwirklichung so viel Ahnung wie der Hahn vom Eier legen. Und genau das ist das Problem. Denn Heinrich will brüten! Egal, was die anderen davon halten. Also muss erstmal ein Ei her. Ein Golfball ist leichter zu beschaffen, jedoch sinken dabei die Erfolgsaussichten frappant. Es kann schon sein, dass bei seinen Fehlschlägen das ein oder andere Huhn gackert, aber davon lässt sich der kleine Hahn genauso wenig von seinem Plan abbringen wie von seinem Papa, der ihn liebend gerne als Erben seines Zaunpfahls sehen würde.
Magellan 2020.
32 S
.



Jacek Inglot: Eri und das Ei des Drachen

Drachen wurden in der Vergangenheit verfolgt und getötet, zumal ihnen nachgesagt wird, dass der oder die erste, der dem Drachen einen Namen gibt, mit seiner uneingeschränkten Loyalität rechnen kann. Eri, ein kleines, sonderbares Mädchen wird von der guten Hexe Mafalda dazu auserkoren, eines der letzten Dracheneier sicher über die Grenze zu ihrer Schwester zu bringen, ohne dabei dem bösen Zauberer Widukind in die Hände zu fallen, der die Macht des Drachen für sich beanspruchen will. Begleitet wird Eri von einer bunten Truppe: zusammengewürfelt aus einem Riesen, der kein Räuber, sondern lieber Dichter sein will, einem Gnom und einem Zwerg. Immer wieder wird man dabei an die Abenteuer von Bilbo Beutlin in J.R.R. Tolkiens „Der kleine Hobbit“ erinnert, wenn die Figuren Gefahren überwinden und immer auf der Hut vor den Zauberkräften Widukinds und seinen Maschinenwölfen sein müssen inklusive versteinerter Riesen und im inneren eines Berges liegender Stadt. Dank des Teamworks, dem Über-sich-hinauswachsen und guter Geister, die sich in der Natur befinden, gelingt diese Queste, wo nebenbei noch die Bedeutung von Freund_innen und das Vertrauen in sich selbst herausgearbeitet wird.
Aus dem Poln. v. Karin Ehrhardt.
Mit Ill. v. Anita Graboś. 
WOOW Books 2020.
298 S.



Gefüllte Eier mit Lachs

The Stepford Husband schreibt: Gefüllte Eier fallen für mich in die Kategorie Käseigel und Schinkenrollen mit Gemüse-Mayonnaise: Mache ich irgendwie nicht, aber wenn sie mir jemand vorsetzt, esse ich sie sehr gerne! Und da nächste Woche Ostern  – der offizielle Eier-Feiertag – ist, habe ich mich mal ans Projekt “Gefüllte Eier” gewagt. Und das ist dabei heraus gekommen!
Zum Rezept geht es >>>hier!


Etwas ältere Eier

 

Adele Sansone / Anke Faust: Das grüne Küken

Kinderwunsch. Den empfindet der Gänserich, der am Bauernhof harmonisch mit den anderen Tieren zusammenlebt und es liebt, mit den Küken zu spielen. Doch die Erfüllung stellt sich als nicht so einfach heraus: Die Hennen reagieren auf seine Bitte, ihm eines ihrer Eier zu überlassen, mehr als empört. Wie gut, dass der Hund am Waldrand ein Ei findet: Es sieht ein bisschen alt aus, und es riecht auch etwas sonderbar, aber vielleicht kannst du es trotzdem noch ausbrüten! Der Gänserich brütet hingebungsvoll, und ist völlig hingerissen von dem kleinen Küken, das mit einem lauten KRACKS aus dem Ei schlüpft – auch wenn es mit seinen grünen Schuppen und seinem langen Schwanz etwas ungewöhnlich ausschaut. In ihren charakteristisch collagierten Illustrationen mit Foto-Elementen gestaltet Anke Faust die Stationen einer von Adele Sansone einfühlsam geschilderten Identitätssuche, in der nach einer Krise die Frage geklärt werden muss, wer denn nun der richtige Papa ist – und ob dafür biologische Verwandtschafts-verhältnisse wirklich ausschlaggebend sind. Ein höchst empfehlenswerter Klassiker für Adoptiv-, Pflege- und alle anderen Familien!
Nord Süd 2010.
32 S.

Ute Krause: Minus Drei & die wilde Lucy: die große Sache mit dem Ei 

Wenn man ein Dinosaurier ist, wie Minus Drei, der in Ute Krauses Serie für das frühe Lesealter mit seinen Eltern und seinem Haustier, dem Urmädchen Lucy, in Farnheim lebt, haben Eier eine völlig andere Bedeutungsdimension als für neuzeitliche Menschen. Denn als er im vierten Band, mittlerweile auch als Audible-Hörbuch lieferbar, im Schlafzimmer seiner Eltern, kuschelig eingepackt in einen buntgestrickten Eierwärmer ein riesengroßes Ei entdeckt, weiß er sofort, was das für ihn bedeutet: Ein Geschwisterchen ist unterwegs, beziehungsweise präziser formuliert, wird bald schlüpfen. Seine feinfühlige Gefährtin Lucy merkt bald, dass ihn dieser Gedanke mehr bedrückt als erfreut, und möchte helfen – da das Gehirn von Urmenschen nicht besonders komplex ist, auf sehr einfache Weise: Das Ei muss weg. Was sich natürlich als nicht so einfach herausstellt, sind doch Dinosaurier-Eier bekanntlich nicht gerade klein. So nimmt das Chaos seinen Lauf, bis das Ei wieder an seinen Platz zurückfindet und Minus Drei schließlich, wenig überraschend, aber nichtsdestotrotz sehr herzerwärmend erkennt, dass ein neues Familienmitglied vielleicht doch nicht so schlimm ist. 
cbj 2018.
80 S.


Emily Gravett: Das komische Ei

Erpel ist verzweifelt: Alle Vögel haben bereits Eier gelegt und sind schon fleißig dabei, sich auf den Nachwuchs vorzubereiten – nur Erpel nicht. Als er ein grün gepunktetes Ei findet, hält er es für das schönste Ei der Welt. Und wird von den Anderen dafür ausgelacht.
Dennoch warten alle gemeinsam gespannt auf das Schlüpfen der Jungtiere. Nach und nach brechen die Eierschalen auf – vom kleinsten Ei bis hin zum größten. Emily Gravett stellt die Eier in den Leerraum ihrer Illustrationen und entfaltet wortwörtlich deren Geheimnisse: Nach und nach schlüpfen immer größer werdende, fluffige Wesen, die auf immer breiter werdende Bildklappen gesetzt werden. Einem Mix-Max-Bilderbuch gleich verändert sich damit auch die gegenüberliegende Seite, auf der die Muttertiere – unter ihnen selbstverständlich auch das Huhn – ihren Nachwuchs in die Arme schließen. Nur Erpel wartet noch immer; der Schal, den er strickt wird länger, seine Zuversicht aber schwindet nicht. Und tatsächlich: Letztlich macht es Knirsch und Knack und zu den in Farbstift zügig konturierten und sanft kolorierten Tieren gesellt sich eines, das ein wenig aus der Art fällt …
Erpel ist begeistert. Und Konrad Lorenz wäre es auch.
Und der Übersetzer ist schon allein auf Grund seines Namens (zumindest auf Grund des letzten Teiles seines Namens) prädestiniert für die Übertragung der rhythmisierten Geschichte.
Aus dem Engl. v. Uwe-Michael Gutzschhahn.
Sauerländer 2010.
26 S.

Britta Teckentrup: Das Ei

Wie vielfältig Sachbücher heute gestaltet sein können zeigt sich dort, wo man ein Sachbuchthema gar nicht vermuten würde. Ist das Ei nicht viel zu klein und unbedeutend für ein Sachbuch? Nun, die Größe eines Eis kann variieren, wenn man Kolibri-Ei und Elefantenvogel-Ei einander gegenüberstellt. Kurze, durchaus poetisch anmutende Textpassagen vermitteln grundlegende Informationen, die luftig auf eigene Seiten gesetzt werden und so die Illustrationen zur Wirkung bringen. Sie werden zum tragenden Element, wenn vielseitige Informationen rund um das Ei gegeben werden von dessen möglichen Formen bis hin zu seiner Bedeutung für Kunst, Mythologie und Religion aufgewartet werden. Bestimmend ist dabei das Moment der Entschleunigung, das zum Verweilen und Betrachten der Illustrationen einlädt, in denen stets unterschiedliche Farbschichten marmorierend übereinandergelegt werden. Es braucht keine etymologischen Begriffserklärungen, wenn auf prägnante Weise über die schlimmsten Brutbedingungen der Welt und die für das menschliche Gehirn angenehmste Form berichtet wird. Denn die in harmonischen Pastelltönen gehaltenen Lithografien beeindrucken durch ihre kunstvolle Ästhetik, lassen aber auch in Bezug auf ihre naturwissenschaftliche Genauigkeit nichts zu wünschen übrig.
Prestel 2017.
32 S.


Mario Giordano / Sabine Wilharm: Ein Huhn, ein Ei und viel Geschrei

Alaaaarm! tönt es entsetzt durch den Hühnerstall. Die Schreckensversion der gesamten Hühnerzunft ist wahr geworden: Das erste, selbstgelegte Ei ist verschwunden. Tief erschüttert wendet sich Huhn Lulu an Astor Chang, den Maulwurf und Detektiv. (Unter den Insekten, die sich in der Mohnwiese um ihn herumtummeln, könnte sich auch Wanze befinden. Aber das ist eine andere Geschichte.) Schon zieht Astor Chang, begleitet von seinem Grashüpfer-Assistenten Zippo los; mit jeder Doppelseite eröffnet sich ein neuer topografischer Bauerhof-Bereich und damit nicht nur ein neues animales Lebensumfeld, sondern auch ein neues Verdachtsmoment. Die humorigen Bild-Inszenierungen nehmen dabei kuriose Perspektiven auf das turbulente Geschehen ein, während der Text gewitzt die anthropomorphisierten Bauernhofbewohner_innen als mögliche Täter_innen ins Spiel bringt. Bis letztlich zerbrochene Eierschalen gefunden werden. Ist hier ein Mord passiert? Oder einfach nur ein Kücken geschlüpft? Wird Panik oder Entzücken am Ende der schwungvollen Bilderbuchgeschichte stehen?
Fischer 1999.
40 S.

Bibi Dumon Taks große Vogelschau

Dieses großformatige Sachbilderbuch folgt einer strengen Ordnung. (Meist) Links sieht man Vogel-Kupferstiche aus dem 18. Jahrhundert, rechts verfasst die Autorin Kommentare zu den Bildern beziehungsweise zu den Fakten der umfangreichen Loseblattsammlung, die über 59 Jahre die Vögel der Niederlande kategorisch zusammentrug. Kling etwas spröde. Das ist es aber nicht. Die Sachtexte sind abwechslungsreich und äußerst humorvoll: so auch die Infos zu den Eiern. Aufmerksamen Betrachter_innen fällt vielleicht auf, dass der Cover-Vogel ein weißes Ei einfach auf den Boden geleget hat. Zufall? Keineswegs. Bibi Dumon Tak klärt auf: Die Forscher haben die Nester des Eisvogels nicht gefunden und deshalb auch nicht wiedergegeben. Die meterlangen Gänge im Felsen waren weder für Feinde auffindbar, noch für faule Forscher aus dem achtzehnten Jahrhundert. Zu den vielseitigen Sachtexten zählen auch prägnante Infoboxen, die über die lateinischen Vogelbezeichnungen, das Nest, die Nahrung usw. aufklären und dort auch brav die Anzahl der durchschnittlich gelegten Eier mitdokumentiert. Die wohl „witzigste“ Kategorie ist mit dem Titel „Essbar“ versehen. Womit die Vögel und nicht die Eier gemeint sind; mit der Ausnahme des Kormorans: Laut Nozeman sind vor allem die Jungvögel, […] genießbar. Jedermann konnte sie damals kaufen. Die Eier standen bei Bäckern hoch im Kurs, weil mit Kormoraneiern der Zwieback besonders lecker wurde.
Aus dem Niederl. v. Meike Blatnik.
Gerstenberg 2018.
80 S.



Knusperbrot mit Eiersalat

The Stepford Husband schreibt: Gut, bevor ihr dieses Rezept als zu unnötig Basic abtut: Dahinter versteckt sich ein Problem. Den Vegetarier und mich scheint die Angst zu beherrschen, dass uns die Eier ausgehen. Deshalb kaufen wir irgendwie beide ständig welche. Drei Eierkartons in unserem Kühlschrank sind also keine Seltenheit. Und da selten 10 Leute auf Ham & Eggs vorbeikommen und ich morgens mindestens drei Kaffee brauche bevor ich im Stande bin Eier zu pochieren, musste ich mir was überlegen. Eine weiteres Problem in meinem Leben ist die Liebe zu Eiaufstrich und die große Abneigung gegenüber Zusatzstoffen, von denen so ein gekaufter Aufstrich meist mehr hat, also Eier. Yes we are talking first world problems here… Ganz abgesehen davon, dass Eisalat sowieso am besten Schmeckt, wenn die Eier nur grob geschnitten sind!
Zum Rezept geht es >>>hier!

Evergreen Eggs

Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen.

Joanne K. Rowling / Jim Kay: Harry Potter und der Stein
der Weisen

Ein schwarzes Ei, ein Knacken, ein Baby-Drache, der mit seinem ersten Niesen gleich einmal Hagrids Bart in Brand setzt. Die Szene gehört wohl zu den anrührendsten Momenten der filmischen Adaption des ersten Harry Potter-Bandes. Dass es sich bei Little Norbert, wie Hagrid ihn – ganz Konrad Lorenz der Drachenwelt – nennt, um einen Norwegischen Stachbuckel handelt, war bereits am Ei zu erkennen. Darauf verweist Hagrid mit Blick auf das von ihm in der Bibliothek entliehene Buch „Drachenzucht für Haus und Hof“ („Dragon-Breeding for Pleasure and Profit“). Jim Kay integriert die entsprechende Buchseite in die illustrierte Ausgabe von „Harry Potter und der Stein der Weisen“: Zehn Dracheneier werden herbariengleich im entsprechenden Größenverhältnis präsentiert und entfalten eine farbliche Vielfalt vom elfenbeinfarbigen Schuppen-Ei des Schwedischen Kurzschnäuzlers über das mit grasartigen Streifen überzogene, an Zwiebel gemahnende Ei des Schwarzen Hybriden bis zum artischockenartigen, knallroten Ei des Chinesischen Feuerballs. Was am Ei nicht zu erkennen war, und in der Romanserie auch erst im finalen Band von Drachenhüter Charlie Weasley zu erfahren ist: Little Norbert ist eigentlich eine Norberta.  
Aus dem Engl. v. Klaus Fritz. 
Carlsen 1998. / Carlsen 2015.
767 S. / 249 S.

Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Feuerkelch

„Vom Ei zum Inferno“ ist der Titel eines weiteren Bandes, den Hagrid sich als Dracheneibesitzer in der Bibliothek von Hogwarts ansieht. Auf zweiteres verweist die Gefährlichkeit der ersten Aufgabe im Trimagischen Turnier in Harry Potters viertem Schuljahr: Es gilt, einem Drachen ein goldenes Ei zu rauben. (In diesem Fall dürfte es sich wohl eher um eine Norberta, als um einen Norbert handeln – obwohl keiner der vier Turnierdrachen ein Norwegischer Stachbuckel ist.) „Nur jetzt nicht die Nerven verlieren“, rät Professor McGonagall, als sie Harry zur ersten Aufgabe begleitet. Doch Harry ist wenig später da, wo er hingehör[t] und erobert das Ei fliegend, so wie viele Male zuvor den Goldenen Schnatz. Wie im finalen Band der erste, respektive letzte Goldene Schnatz, birgt auch dieses schwere, goldene Ei ein Geheimnis. Es zu lüften, verheißt entscheidende Hinweise auf den weiteren Verlauf des Trimagischen Turniers. Doch wenn man das Ei öffnet, quillt einem nur Gekreische entgegen. Die Lösung bringt ein Bad – begleitet von einem erneut einzigartigen Auftritt von Moaning Myrtle (der Maulenden Myrte). Sie rät Harry, das Ei unter Wasser zu öffnen. Und siehe da: Ein Chor schauriger Stimmen bringt Harry auf die Spur der zweiten Aufgabe, die erneut mit Fantastischen Tierwesen zu tun hat. 
Aus dem Engl. v. Klaus Fritz. 
Carlsen 2000.
767 S.



Newt Scamander [=J. K. Rowling] / Olivia Lomenech Gill: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind.
Fantastic Beasts and Where to Find Them.
Ein Film von David Yates

Der Occamy, so heißt es in Newt Scamanders magizoologischem Grundlagenwerk, greift alle an, die sich ihm nähern, vor allem, wenn er seine Eier verteidigen will, deren Schalen aus reinem, sehr weichen Silber bestehen. Dieserart werden die Schalen zum Bestandteil in einem der ausgefallensten Zaubertränke, dem Felix Felicis, auch bezeichnet als Liquid Luck. Das Eigelb des Occamy-Eis hingegen führt zu kosmetischer Glanzleistung und sorgt als Bestandteil eines speziellen Haarshampoos für die locks of lustrous luminosity des Gilderoy Lockhart. Seinen großen Auftritt hat das Occamy-Ei zu Beginn der Fantastic Beasts-Filmreihe, mit der Joanne K. Rowling der Welt ihrer Harry Potter-Romane eine historische Dimension hinzufügt. Als Newt Scamander 1926 nach New York kommt, trägt er ein Ei bei sich – verliert es aber bei seinem Versuch, den Richtung Gold und Glitzer ausgebüchsten Niffler wieder einzufangen. Der zukünftige Bäckermeister Jacob Kowalski findet es – und ist von da an als No-Maj in die magischen Ereignisse involviert. Der kleine Occamy bahnt sich den Weg durch seine Eierschale noch in der Sakkotasche von Jacob. Und darf seinem Geburtshelfer später in der Welt des magischen Koffers in den Finger zwicken. Allerliebst – ganz wie Little Norbert.
Aus dem Engl. v. Klaus Fritz.
Carlsen 2017. / Film GB/USA 2016.
138 S. / 133 min.



John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter. 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter.
Ein Film von Josh Boone

Hier wird eine Liebesgeschichte mit Ablaufdatum erzählt, ohne eine Krankheit als besonders tapfere Lebensbewältigung zu inszenieren; Hazel und Augustus ­– beide an Krebs erkrankt – lernen einander in einer Selbsthilfegruppe kennen, an der auch Isaac teilnimmt. Beruhend auf der entwaffnenden Ehrlichkeit der beiden Hauptfiguren entsteht eine innige Freundschaft, immer an der Kippe zur Liebesgeschichte, der Hazel sich zunächst verweigert, um Gus zu schützen. Auch wenn hier Eier keine übergeordnete Rolle spielen, reicht eine geniale Racheszene aus, um in dieser Liste zu landen. In besagter Eiszene handeln keine krebskranken, sondern stinknormale Jugendliche, die Rache an Monica (Isaacs Exfreundin) nehmen wollen, als diese sich nach seiner Operation nicht mehr bei ihm meldet. Mit einem Dutzend Eier bewaffnet, statten sie Monica und ihrem Haus einen Besuch ab, um es mit eben diesen zu bewerfen. In der filmischen Adaption fasst Augustus für Monicas Mutter zusammen: Ihre Tochter hat ein großes Unrecht getan und wir sind jetzt hier um Rache zu nehmen. Wir machen vielleicht nicht viel her, aber zusammen haben wir fünf Beine, vier Augen und zweieinhalb funktionstüchtige Lungen. – und sie sind sehr wohl in der Lage Haus und Auto mit Eiern zu bombardieren.
Aus dem Engl. v. Sophie Zeitz.
Hanser 2012. / USA 2014.
313 S. / 126 min.

 

Mira Lobe / Susi Weigel: Ingo und Drago

Die 1975 erstmals erschienene Erzählung entfaltet ihre zeitlose Liebenswürdigkeit auch noch heute. In Text und Bild. Denn lange bevor der T-Rex im Jurrasic Park seine Zähne fletscht, bringt hier ein Drache das geordnete Leben in Ingos Familie durcheinander. Weil der einst kleine Wurm zu einem Wesen heranwächst, das sich nicht mehr in Ingos Leben integrieren lässt. (Darauf, dass sein Name es möglich macht, Drago als Paraphrase auf den Kommunismus zu lesen, hat Mira Lobe selbst hingewiesen.)
Doch vor dem Drachen war das Ei. Dessen Herkunft ist geheimnisvoll: Ingo findet es ganz hinten im Park, hinter der Hecke, wo sonst immer eine Mauer war. Nun aber liegt dort eine Wiese. Wo kam die auf einmal her? Mittendrin im weichen Gras: das Ei. Groß und schwer und warm von der Sonne […]. Hagrid hätte an Ingo seine Freude gehabt. Denn Mira Lobe wirft (zur Erinnerung: das Buche erschien 1975) Genderkonventionen über Bord und lässt Ingo die „Mutter“-Rolle für das Ei und schließlich den daraus geschlüpften Drachen übernehmen. Zu dieser Zeit war Johanna Dohnal noch Abgeordnete im Wiener Gemeinderat. Für Gleichstellungsfragen bedarf es zu dieser Zeit also noch literarisch-phantastischer Elemente.
Jungbrunnen 1975.
112 S.

Tacos mit Süßkartoffeln & Spiegeleier

The Stepford Husband schreibt: Da bei der bevorstehenden Hitze Kochen keine Option ist und andauerndes Salat-Essen auch keine Lösung, muss eine Alternative her. Ich hab’s mit jeder Menge Eiscreme probiert, aber mit der Zeit… Ein Besuch im Slow Tacos am Wiener Donaukanal hat mich dann eben genau auf meine Lösung gebracht: Tacos! Dort waren meine Highlights Dinge wie das Rinderherz oder die Schweinefüsse, die den Vegetarier zu Hause aber erst recht ins Schwitzen bringen würden. Also muss eben was anderes in die Teigfladen rein. Die Alternative: Süßkartoffeln. Gab’s im Slow Tacos auch, aber anders halt. Dem Vegetarier musste ich halt versprechen, dass es nicht die letzten Tacos des Sommers waren.
Zum Rezept geht es >>>hier!

Eier in den besten Nebenrollen

Ocean’s Twelve. Ein Film von Steven Soderbergh

Die einst vom Goldschmied Peter Carl Fabergé gefertigten und später nach ihm benannten Eier gehören in ihrer luxuriösen Kunstfertigkeit zu den teuersten Ostergeschenken ever. (Lies nach in: „Eier. Eine runde Sache.“) Im Genre des Heist-Movie gehören sie zu den begehrtesten Objekten diverser Gentleman-Diebe. Das gilt auch dort, wo der charmante Danny Ocean am verbrecherischen Werk ist und gemeinsam mit Rusty Ryan einen neuen Cup plant. Planen muss. Denn nach dem erfolgreichen Casino-Raub in Las Vegas wird Dannys schräge Truppe nun hereingelegt. Sie sollen gegen den Night-Fox antreten, der sich selbst beweisen will, der Beste zu sein. Besser als Ocean’s 11? Oder eigentlich: Besser als Ocean’s 12? Denn diesmal kommt der eben erst zurück eroberten Liebsten von Danny eine zentrale Rolle zu. Julia Roberts darf ihr komödiantisches Talent ausspielen, wenn sie als Tess Ocean die hochschwangere Julia Roberts mimt, um das in Rom ausgestellte Fabergé-Ei gemeinsam mit dem schusseligen Linus Caldwell zu stehlen. Schiefer kann‘s nicht gehen – da sei Bruce Willis vor. Aber wie bereits der erste Ocean’s-Film folgt auch dieser einer doppelten Erzählstruktur. Sodass der zweite erste Jahrestag von Tess und Danny letztlich doch (nach-)gefeiert werden kann…
USA 2004.
120 min.

Ziemlich beste Freunde. Film von Olivier Nakache und
Èric Toledano

Kein Gentleman-Dieb, sondern ein arbeitsloser Ex-Häftling ist Driss am Beginn jenes französischen Spielfilms, der auf der literarischen Schilderung des realen Lebens von Abdel Sellou (Omar Sy) und Philippe Pozzo di Borgo (François Cluzet) basiert. In berührend tragikomischer Manier wird dabei die unerwartete Freundschaft zwischen einem aus der Not geborenen Pflegehelfer mit senegalesischen Wurzeln und einem vermögenden, vom Hals abwärts gelähmten Witwer inszeniert. Die chronologische Handlung setzt damit ein, dass Philippe eine neue Pflegekraft sucht und potentielle Kandidat_innen in sein Palais einlädt. Driss, der eigentlich nur formhalber wegen der Unterschrift fürs Arbeitsamt vorspricht, sticht schon durch sein Schuhwerk, das im ersten Shot unter die Lupe genommen wird, unter den anderen Bewerber_innen hervor. Scheinbar genervt und sichtlich ungeduldig wartet er darauf, an die Reihe zu kommen – ihm gegenüber eine Reihe wertvoller Fabergé-Eier, die dekorativ auf einer antiken Kommode drapiert sind. Nach einem – wie man meinen würde – katastrophalen Vorstellungsgespräch, in dem Driss Philippe jedoch durch seine unverschämte Direktheit und mitleidlose Schlagfertigkeit beeindruckt, setzt er der Dreistigkeit noch eines drauf und lässt kurzerhand eines der besagten Fabergé-Eier mitgehen. Das allerdings ist frei erfunden: Wenn überhaupt, dann hätte ich die ganze Wohnung ausgeraubt, kommentiert der ebensowenig auf den Mund gefallene Abdel Sellou die Szene in einem Interview.
Frankreich 2011.
112 min.


 

Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los! Animationsfilm von Carlos Saldanha und Michael Thurmeier

Im dritten Teil der insgesamt 5-teiligen Animationsfilm-Serie ist in jener ungewöhnlich gepatchworkten Herde, die im Eiszeit-Setting zueinander gefunden hat, eine Art Biedermeier eingekehrt: Die beiden Mammuts Manni und Ellie erwarten Nachwuchs und sind dementsprechend mit Nestbau beschäftigt. Das wiederum lässt in Faultier Sid, dem tollpatschigsten und definitiv komischsten Mitglied der Herde, den Wunsch nach einer eigenen Familie entstehen – den er durch den Fund von ein paar Eiern erfüllen zu können glaubt. Doch die familiären Turbulenzen beginnen schon vor dem Schlüpfen: In einer hinreißenden Szene rutscht eines der Eier einen verschneiten Abhang hinunter – Sid, bereits ganz in seiner Elternrolle, beauftragt die beiden verbleibenden Eier, aufeinander aufzupassen. Slapstick as Slapstick can: während er todesmutig das abgerutschte Ei gerettet hat, rutschen die anderen beiden ebenfalls ab. Das ist beim Anschauen natürlich viel lustiger als beim Nacherzählen. Und damit nehmen die Turbulenzen mit den Eiern erst ihren Anfang, denn schließlich schlüpfen herzige kleine Tyrannosaurus Rex-Babies aus ihnen. Deren Mutter es gar nicht goutiert, dass Sid sie geklaut hat...
USA 2009.
94 min.

Feuer und Blut. Game of Thrones S1/E10.
Eine Episode von Alan Taylor

In Folge 10 der ersten Staffel von „Game of Thrones“ kennen die Zuseher_innen schon eine Vielzahl der Charaktere. Unter anderem Danearys Taragaryn und Khal Drogo, die nach der Zwangshochzeit auf nicht gerade undramatische Weise einen Weg zueinander gefunden haben. Kurz darauf lässt Drogo sein Leben. Er wird, gemäß der Tradition der Dothraki mit Beigaben verbrannt. Darunter befinden sich auch drei versteinerten Dracheneier, ein Hochzeitsgeschenk für Danearys. Nach dem entzünden geht Danearys in die Flammen, um mit ihrem Khal zu sterben. Drogo und die Beigaben verbrennen, nicht aber Danearys, die splitterfasernackt und mit perfekt sitzender Frisur inmitten der Asche sitzt: Sie und die drei kleinen Drachen, die durch das Feuer aus ihrer Versteinerung erlöst wurden und schlüpfen konnten. Den stärksten der Drachen, die die nackte Khaleesi umschwirren, nennt sie Drogon nach ihrem verstorbenen Gemahl. Nun ist sie nicht nur die Tochter des Drachens aus dem Haus Targaryen, sondern auch die Mutter der letzten drei Drachen in Westeros und Essos. Ehrfürchtig knien ihre Untertanen vor ihr und ihr Plan, den eisernen Thron für sich zu beanspruchen, kann in die nächste Runde gehen.
USA 2011.
53 min.
In: Game of Thrones Staffel 1.
Serie von Alan Taylor, Daniel Minahan, Brian Kirk, Tim Van Patten.
USA 2011.




Die Dinos. Eine TV-Serie von Michael Jacobs und
Bob Young

Kinder der 1990er-Jahren dröhnt es wahrscheinlich immer noch in den Ohren: Nicht die Mama, nicht die Mama! Wer die trashige und dennoch mit sozialkritischen Themen gespickte TV-Serie nie gesehen hat, muss wissen, dass mit dem Leitspruch des nervtötenden Baby Sinclairs nicht die Abneigung gegen die eigene Mutter zum Ausdruck gebracht, sondern eine despektierliche Koseform für den Vater gefunden wurde. Er durfte sich weder über Papa, Vati oder Dad freuen, sondern jedes Mal über die Wendung „Nicht die Mama“ ärgern. Völlig zurecht. Denn in einem vor Sarkasmus nur so triefenden Dialog gibt der als Baumschubser arbeitende Earl Sinclair folgende Sätze von sich, als ihn seine Ehefrau bittet, nach ihrem Tag zu fragen: Hör zu Fran, ich sage es dir in Liebe und Freundschaft, aber wie dein Tag war, interessiert mich einen Dreck! Worauf Fran erwidert: Frag. Mich. Wie. Mein Tag. Gewesen. Ist. Der Flanellhemd- und Bierbauch-tragende Dino legt ebenfalls einen nach: Franny, nichts, was in der Frauen-Kochtopf-Welt passiert, hat auch nur die winzigste Bedeutung für meine Zukunft! Was nach einem überzogenen Ehestreit klingt, wächst zu einem lebensverändernden Moment der Familie heran: Die Dino-Dame macht einen Schritt nach links und mit einer langsamen, einladenden Handbewegung, die akustisch mit einem Gong, dem Geräusch der fallengelassenen Bierdose des Mannes und einer dramatisch anwachsenden Musiksequenz belgleitet wird, schwenkt die Kamera auf ein riesiges, violett-getupftes Ei.
USA 1991.

Caveman. Ein Film von Carl Gottlieb

Bereits die Namen der Protagonist_innen dieses 88-minütigen Steinzeit-Klamauks liest sich wie ein Jandl-Gedicht: Gog, Ta, Ruck, Flok, Nook und Atouk. Der zuletzt genannte ist niemand geringerer als Ex-Beatle Ringo Starr, der sich zu allem Überdruss während der Dreharbeiten in die ebenfalls Fell-tragende Lana verliebt und die Schauspielerin mit dem Namen Barbara Bach ein Jahr später heiratet. Genug der Trivia und schnell zur gewichtigen Eier-Szene, die allerdings nicht schnell von Statten geht, sondern dank der überbordenden Slapstick-Einlagen gefühlt die Hälfte der Film-Laufzeit einnimmt. An dieser Stelle soll es im nacherzählten Zeitraffer-Modus dargeboten werden: Die Sippe hungert. Der Leguan eines Stammesmitglieds wittert Nahrung. Das wahrscheinlich neben Godzillas Eiern zu den größten zählenden Exemplaren wird erspäht. Eine feindliche Sippe stiehlt den Fund. Mutter Flugsaurier greift im Tiefflug an. Das Ei stürzt von einem Hügel. Der Thrill ist kaum zu ertragen. Die Musik wechselt von einem an den Hummelflug erinnernden Marsch zu zarter Harfenmusik. Einem bärtigen Steinzeitler entfährt ein archaisches Jaaaaaahhh!, denn das rohe Ei ist in einen gigantischen Pool mit heißen Quellen gefallen und nach dem Kameraschwenk sieht der/die gespannte Zuschauer_in das wahrscheinlich erste und größte Spiegelei der Menschheitsgeschichte.
USA 1981.
88 min
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Cremige Eierlikör-Tarte

The Stepford Husband schreibt: "Ich komme am Samstag in die Stadt. Kaffee?” "Gern", sag ich. "Ich freu mich". “Gut, wir kommen so um 16 Uhr zu dir. Ich und die Evi.” Eh klar. Nix mit cremiger Melange serviert bekommen und den Qualen der Torten-Entscheidung vor der großen Vitrine. Stattdessen also die Qual der Wahl bei den Rezepten. Aber was tut man nicht alles für die eigene Mutter.
Zum Rezept geht es >>>hier!